Wie funktioniert das französische Gesundheitssystem (PUMA)?
Frankreich hat ein steuer- und beitragsfinanziertes System mit universellem Schutz (PUMA) — verwaltet über CPAM und Carte Vitale.2
Die Protection Universelle Maladie (PUMA) gilt seit 2016 für alle, die in Frankreich stabil und regelmäßig leben oder arbeiten. Sie ersetzt das frühere System mit abhängigen Angehörigen: Erwachsene sind eigenständig versichert.
Die Assurance Maladie erstattet einen Großteil der Kosten im staatlichen und konventionierten Sektor. Die Verwaltung läuft über die CPAM (Caisse Primaire d'Assurance Maladie) am Wohnort — für Landwirte die MSA.
Im konventionierten Sektor 1 kostet die Hausarztkonsultation 30 € (Tabelle der Assurance Maladie, gültig ab 1. Januar 2026). Davon erstattet die Kasse in der Regel 70 % der Tarifbasis; je Arztkontakt wird eine participation forfaitaire von 2 € abgezogen. Die MSA nennt als Obergrenzen 50 € im Kalenderjahr und höchstens vier Abzüge je Tag beim selben Arzt (also 8 €). Facharzttarife hängen von Fachrichtung und Überweisung ab — aktuelle Tabelle: ameli.fr.
Nach Anmeldung erhalten Versicherte eine Carte Vitale für die direkte Abrechnung. Zusätzlich gibt es mutuelles (Zusatzversicherungen) für Restkosten — für Auswanderer oft optional, für Einheimische üblich.



